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Item Autoethnographie in der hochschuldidaktischen Begleitforschung am Beispiel der Implementierung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in eine interdisziplinäre Fachdidaktik(Universität Vechta, 2025) Goller, AntjeEin zentraler Bildungsauftrag der Hochschullehre ist die Befähigung Studierender zur Bearbeitung gesellschaftlicher Schlüsselprobleme im globalen Kontext. Das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bietet einen geeigneten didaktischen Rahmen für diese Kompetenzentwicklung. Ziel des Vorhabens ist es, ein mögliches Vorgehen zur Integration von BNE in die fachliche und fachdidaktische Lehramtsbildung am Beispiel des Integrativfachs Wirtschaft-Technik-Haushalt/Soziales (WTH) zu entwickeln und umzusetzen. Hierbei wird der Fokus auf zu erwerbende Kompetenzen der Studierenden und geeignete Methoden gesetzt. Das Gesamtvorhaben ‚BNE-Implementierung‘ ist als Design-Based Research gestaltet. Der erste Schritt, die Bestandserhebung, wurde autoethnographisch aufgearbeitet und mit besonderem Fokus auf den Faktor ‚Zeit‘ ausgewertet.Item Kultiviertes Fleisch: Sprunginnovation für eine nachhaltige Zukunft - Welche Ängste und Sorgen bestehen in der Gesellschaft?(Universität Vechta, 2024-11-25) Lin-Hi, Nick Prof. Dr.; Bökemeyer, Celine; Dettmer, MarleneDie Sprunginnovation kultiviertes Fleisch bietet das Potenzial, bestehende Problematiken unseres heutigen Fleischkonsums zu adressieren und damit eine der bedeutendsten Innovationen für die nachhaltige Entwicklung des 21. Jahrhundert zu werden. Gleichermaßen stellt sie die Gesellschaft vor vielerlei Herausforderungen, insbesondere mit Blick auf die Schaffung von Akzeptanz. Um diesen Herausforderung begegnen zu können, ist es unabdingbar, zunächst die in der Bevölkerung bestehenden Ängste und Sorgen zu ermitteln und zu verstehen. Die im Rahmen verschiedener Gruppendiskussionen gesammelten und klassifizierten Bedenken von Bürger*innen werden im vorliegenden Diskussionspapier dargestellt, um einen Ausgangspunkt für einen öffentlichen Diskurs zu schaffen. Auf Basis dieser Erkenntnisse erwächst die zentrale gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft und Politik, Informationen bereitzustellen und transparent zu vermitteln, um Offenheit gegenüber Innovationen im Allgemeinen und kultiviertem Fleisch im Speziellen zu fördern.Item Künstliche Intelligenz an der Universität Vechta(Universität Vechta, 2024-11-20) Rau, Franco Prof. Dr.; Baresel, KiraIm Sommersemester 2024 führte die Universität Vechta eine Umfrage durch, um Einblicke in die Nutzungsmuster und das Ausmaß der Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz (KI) unter Hochschulmitgliedern zu gewinnen. Insgesamt haben 177 Hochschulmitglieder (Studie-rende, wissenschaftliches Personal, Mitarbeiter*innen in Technik und Verwaltung) teilgenom-men. Im Vergleich der Umfrageteilnehmer*innen nutzen Studierende KI-Systeme am häufigs-ten. Zugleich kannten diese die vorhandenen KI-Angebote der Universität am wenigsten. Studierende nutzen KI-Systeme u. a. für die Textproduktion (insbesondere Brainstorming und Feedbackfunktion) und zur Klärung von Verständnisfragen. Sie formulieren den Wunsch nach einer stärkeren Integration von KI-Themen in die Lehre sowie nach klaren Richtlinien für den Umgang mit KI in der Hochschule. Das wissenschaftliche Personal verfügt bereits über Erfahrungen mit KI in Lehre und Forschung, z. B. für die Erstellung von Lehrmaterialien und zur Literaturrecherche. Sie äußern den Bedarf nach verbindlichen Rahmenvorgaben zur KI-Nutzung und nach praxisnahen Schulungen. Bisher haben nur wenige Mitarbeiter*innen in Technik und Verwaltung Erfahrungen mit der Nutzung von KI zur Unterstützung administra-tiver Aufgaben. Hier wird der Wunsch nach gezielten Schulungsangeboten, besonders für spe-zifische Arbeitsbereiche, deutlich. Die Evaluation der Angebote der Universität im Sommer-semester 2024 bietet erste Hinweise darauf, dass die Angebote insgesamt positiv bewertet werden, jedoch vielen Hochschulmitgliedern nicht bekannt sind. Zukünftig besteht über alle Gruppen hinweg der Wunsch nach mehr Unterstützungsangeboten, mehr Informationen zu sinnvollen Nutzungsszenarien und klareren Vorgaben.Item Korrelative Symboldidaktik im Fokus unterrichtlicher Konkretionen. Ein Beitrag zu einem theo-anthropologischen Religionsunterricht in den Sekundarstufen(Universität Vechta, 2024-09-18) Garske, Volker Dr. phil. habil.; Spiegel, Egon Prof. Dr.; Rogowski, Cyprian Prof. Dr.Die Arbeit reflektiert wesentliche durch den Autor bereits veröffentlichte bibeldidaktische Konkretionen unter der leitenden Fragestellung, inwiefern sie einen Gewinn bringenden Beitrag zur Korrelativen Symboldidaktik zu leisten vermögen. Damit füllt sie insofern ein religionsdidaktisches Desiderat, als sie die bislang wenig bearbeitete Aufgabe nach unterrichtsdramaturgischen Konsequenzen einer soziotheologisch ausgerichteten Religionspädagogik kohärent löst. Die Korrelative Symboldidaktik avanciert dabei zum differenziert begründeten didaktischen Passepartout der Meso- und Mikromethodik in bereits vom Autor veröffentlichten Unterrichtsmodellen zu biblischen Themen des Religionsunterrichts. Inwieweit spiegeln sich die Grundanliegen einer soziotheologisch reflektierenden Religionsdidaktik in den Sozialformen, Handlungsmustern, Verlaufsformen und Inszenierungstechniken modernen Religionsunterrichts? Bei der Beantwortung dieser Frage senden die erprobten unterrichtspraktischen Konkretionen innovative Impulse an die didaktische Theorie zurück.Item Gewalt als Berufsrisiko in der Kinder- und Jugendhilfe?! - Gewalt, Prävention und Sicherheit(Universität Vechta, 2024) Lammers, Michaela; Oelkers, Nina, Prof.in Dr.; Schierz, Sascha, Dr.Gewalt gegen Fachkräfte der Sozialen Arbeit ist leider keine Seltenheit. Dies war bereits in den 80er Jahren bekannt, als z.B. im englischsprachigen Fernsehsender BBC davon geredet wurde, dass in den drei Jahren von 1985 bis 1988 mehr Sozialarbeiter-innen während ihrer Berufstätigkeit getötet wurden, als Polizist-innen (vgl. Wolbold 2003:167) und auch heute erleben Fachkräfte der Sozialen Arbeit sehr häufig Gewalt. Dennoch wird dieses Thema selten in den Fokus genommen und es existiert in Deutschland kaum Literatur zu diesen Sachverhalten (vgl. ebd.), daher wird in dieser Arbeit häufig englischsprachige Literatur herangezogen. Diese Problematik hat sich auch in den letzten Jahren immer wieder herausgestellt, so sagte Trutz von Trotha bereits im Jahre 1997 „obwohl das Thema Gewalt eine Fülle sozialwissenschaftlicher Literatur hervorgerufen hat, ist der Stand der Gewaltforschung ungenügend“ (Von Trotha 1997: 9). Des Weiteren ist „die Soziologie der Gewalt eine Soziologie der Ursachen, aber keine Soziologie der Gewalt“ (ebd.). Um sich dem Thema nähern zu können, bezieht sich diese Arbeit auf die Definition der Gewalt, bei der „das Vorhandensein einer vorsätzlichen physischen und/ oder psychischen Schädigung anderer Personen bzw. einer Schädigung der Sachen dieser Person“ (Melzer/ Schubarth 2015: 23), als Gewalt bezeichnet wird. Im vergangenen Semester wurde in einem Forschungsprojekt das Thema Gewalt gegen Fachkräfte der Sozialen Arbeit bearbeitet. In der Auswertung wurde deutlich, dass in dem Handlungsfeld der stationären Kinder- und Jugendhilfe das Vorhandensein von Gewalt-Präventionskonzepten oder Konzepten in Bezug auf Gewalt ausschlaggebend dafür sein kann, dass den Fachkräften Handlungsspielräume und -alternativen in gewalttätigen Situationen vorliegen und dies die Wahrscheinlichkeit zur Entstehung einer gewalttätigen Situation vermindert. Aus diesem Grund schließt sich die Masterarbeit den Ergebnissen des Forschungsprojektes an und befasst sich mit der Frage: „Welche Zusammenhänge werden deutlich zwischen dem Vorhandensein von Präventionskonzepten und Konzepten in Bezug auf Gewalt und der Gewaltausübung von Klient-innen an Fachkräften in stationären Wohngruppen der Kinder- und Jugendhilfe und wie ist der Sicherheitsaspekt mit dem Vorhandensein und der Nutzung dieser Konzepte verknüpft?“. Die Thematik der Gewalt gegen Fachkräfte der Sozialen Arbeit wurde, wie bereits angedeutet, vor allem auf internationaler Ebene in den Blick genommen, auf nationaler Ebene stellt sie jedoch ein Thema dar, das zwar in den Medien herangezogen, als relevantes Thema in der Forschung jedoch missachtet wird. Während die berufsbezogene Gewalt im allgemeinen, sowie die Gewalt von Klient-innen in anderen Handlungsfeldern (z.B. im Schulwesen) bereits aufgegriffen wurde, fällt die der Sozialen Arbeit eher „unter den Tisch“. Infolgedessen gibt es auch bisher keine speziellen Studien zur Gewaltprävention in der Sozialen Arbeit. Die Forschungslücke wird an diesem daher bereits auf mehreren Ebenen deutlich. Die Forschungsfrage dieser Arbeit kann aufgrund der eher geringen Ergebnisse der bisherigen Studien zunächst kaum beantwortet werden, daher werden mit Hilfe einer qualitativen Datenerhebung zusätzliche Ergebnisse herangezogen, um sich dem Versuch zur Beantwortung dieser relevanten Frage zu nähern. Dabei erfolgt die Annäherung an das Thema auf theoretischer und empirischer Ebene und verfolgt das Ziel anhand der hypothesenerkundenden Untersuchung in Form eines Expert-inneninterview neue Ergebnisse darstellen zu können, um zudem zukunftsorientierte, wissenschaftliche Hypothesen erstellen zu können.Item Different interpretations of sufficiency in climate-protection strategies: a typology based on 40 pioneering municipalities in Germany(Universität Vechta, 2024-06-03) Grewer, Janes; Keck, Markus; Zscheischler, JanaSufficiency is a crucial strategy for achieving climate targets by reducing energy and resource consumption in absolute terms through changed practices. While most climate-protection concepts focus almost exclusively on the technological strategies of efficiency and consistency (e.g., renewable energies), sufficiency is being increasingly considered in public policy as a social-organizational strategy, especially at the municipal level. However, given the diverse facets of this theoretical concept, the interpretations of the character of sufficiency vary widely. Using examples from the 40 German Masterplan municipalities, our qualitative study examines these different interpretations of sufficiency in municipal climate-protection concepts. In this study we analyze the general meaning and relevance of sufficiency in the concepts mentioned, work out the central dimensions of sufficiency and use them to distinguish between the different concepts, and present a typology, which allows the basic distinction between four municipal sufficiency types: technophiles, privatizers, vision builders, and frameworkers. The results show that sufficiency is gaining importance for municipal climate protection and can contribute to alternative future visions. However, sufficiency remains mostly subordinated to technological solutions and is hardly woven into the specific sectoral strategies and concrete measures. Furthermore, the transformative trajectories are limited through depoliticized understandings of sufficiency in many cases. We therefore argue for a more political, cross-sectoral, and transformative interpretation of sufficiency as a guiding principle in public climate policy that links tangible framework conditions for sufficiency practices with visions for alternative futures.Item KI in Lehre und Studium - Eine praxisorientierte Handreichung für Studierende und Lehrende der Universität Vechta(Universität Vechta, 2024) Möbus, Benjamin; Baresel, Kira; Rau, FrancoDie vorliegende Handreichung wurde in dem Bestreben erstellt und veröffentlicht, Studierenden und Lehrenden der Universität Vechta grundlegende Kenntnisse und praxisorientierte Empfehlungen für die konstruktive Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) im Studium zu vermitteln.Item Die Miesmuschelfischerei an der niedersächsischen Nordseeküste(Universität Vechta, 2023) Castillo Mispireta, AnnemarieAuch wenn die Miesmuschelfischerei in Niedersachsen wirtschaftlich eine geringere Bedeutung gegenüber den anderen Sparten der Küsten- und Hochseefischerei aufweist, handelt es sich dennoch um eine sehr ertragreiche Sparte der Küstenfischerei mit einem hohen Bildungspotenzial. Insbesondere im Rahmen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) bieten sich vielseitige Zugänge weit über Themen der Landwirtschaft und Ernährung hinaus. Nachhaltigkeitsdiskurse, Nutzungskonflikte, ökologische Bedeutung der Miesmuschel im Wattenmeer, Agrarpolitik, globale Verflechtungen, Wertschöpfungsketten und Berufsorientierung stellen nur ausgewählte Themen dar. Aktuelle räumliche Prozesse und Entwicklungen im Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“, den angrenzenden Ästuarien Ems, Jade, Weser, Elbe und dem Fischwirtschaftsgebiet Niedersächsische Nordseeküste können sich Schüler*innen am Beispiel der Miesmuschelfischerei exemplarisch und anschaulich er-schließen. Zu nennen sind die zunehmenden Nutzungsansprüche, wirtschaftliche und bauliche Entwicklungen sowie Auswirkungen des Klimawandels auf diesen Raum und das Wirtschaften darin. Bisher gibt es in der Region Niedersächsische Nordseeküste fast keine Zusammenarbeit von allgemeinbildenden Schulen und Unternehmen der Muschelfischerei. Die Miesmuschel und Miesmuschelfischerei wird außerschulisch nur teilweise von den Nationalpark-Häusern the-matisiert, jedoch vorwiegend im Rahmen von Ausstellungen oder von Wattwanderungen. Das vorliegende Bildungskonzept und die handlungsorientierten Lehr-Lernmaterialien zur Miesmuschelfischerei basieren auf dem Bildungskonzept Regionales Lernen 21+, entwickelt vom Kompetenzzentrum Regionales Lernen der Universität Vechta. Zielgruppe sind Schü-ler*innen ab Klasse 7 aller Schulformen an allgemeinbildenden Schulen. Das neue Bildungsangebot beinhaltet insbesondere praxisnahe, außerschulische Lernmög-lichkeiten und ermöglicht den direkten Kontakt und authentische Einblicke in die Miesmu-schelfischerei. Es ist entsprechend auf alle Standorte der Miesmuschelfischerei übertragbar und anwendbar. Mit dem BNE-Erlass des Niedersächsischen Kultusministeriums vom März 2021 sollen Schu-len Bildung für nachhaltige Entwicklung systemisch in den Unterricht und die Schulkultur verankern und weiterentwickeln. Vor dem Hintergrund bietet das vorliegende Material Schulen die Möglichkeit des exemplarischen Lernens in der Region zu einem Thema, das fä-cherübergreifend ein hohes Bildungspotenzial besitzt.Item Familiale psychosoziale Mechanismen der transgenerationalen Transmission psychischer Störungen(Universität Vechta, 2023-04-06) Busker, André; Kaiser, Peter Prof. Dr.; Singe, Georg Dr.Kinder psychisch belasteter Eltern repräsentieren eine bedeutsame Patienten- und Adressatengruppe für helfende Berufe. Muster generationsübergreifender Weitergabe psychischer Störungen stellen in diesen Familien keine Seltenheit dar. Transgenerationale Transmissionen dieser Art führen so oftmals zu fortlaufenden Chronifizierungen bis ins Erwachsenenalter. Trotz dessen werden elterliche psychische Belastungen kaum in den therapeutischen Prozess der Kinder und Jugendlichen einbezogen. Forschungsbefunde veranschaulichen zudem, dass zeitgenössische Maßnahmen den multidimensionalen Problemlagen betroffener Familien nicht zur Genüge gerecht werden. Eine Untersuchung zugrunde liegender Phänomene transgenerationaler Transmissionen erscheint daher im Rahmen der weiteren Modifizierung psychosozialer Handlungskonzepte sinnvoll. In diesem Zusammenhang beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit der Frage, wie psychische Störungen in einer Familie psychosozial transgenerational übertragen werden. Die Beantwortung dieser Forschungsfrage erfolgt mit Hilfe eines ausführlichen Literaturberichts. Im Zuge dessen werden Ergebnisse aus acht Studien in umfassender Weise dargestellt und analysiert. Anschließend erfolgt eine Zusammenfassung und Diskussion der Befundlage zur gestellten Forschungsfrage. Ungeachtet einer Zahl methodologischer Limitationen der Studien lassen sich, insbesondere im Vergleich der Aspekte mit weiteren internationalen Forschungsbefunden, mehrere statistisch signifikante Zusammenhänge und Wirkgrößen ermitteln. Ersichtlich werden in diesem Kontext jedoch auch die Grenzen der momentanen Befundlage, die sich durch die fehlende Möglichkeit zur Erschließung eindeutiger kausaler Zusammenhänge, eine symptomorientierte Untersuchung unidirektionaler Regressionen sowie einen fehlenden Fokus auf die Erforschung von Mehrgenerationenfamilien kennzeichnen lassen. Im Fazit der Arbeit werden letztendlich mögliche Ansatzpunkte für Problemlösungen hinsichtlich einer effektiven interdisziplinären Praxis mit Kindern, Jugendlichen und ihren psychisch belasteten Familien skizziert.Item Qualities and Long-Term Effects of Mediation(Universität Vechta, 2022) Kaiser, Peter; Gabler, Andrej Marc; Lehmann, FelixUm die langfristigen Wirkungen und die Nachhaltigkeit von Mediation zu klären, haben wir Ansätze und Erkenntnisse aus der Mediationsforschung, der Psychologie und der Beratungs- und Therapieforschung ausgewertet. Auf dieser Grundlage haben wir ein hypothetisches Modell von Mediationsqualitäten entwickelt, das wir in einer prospektiven Längsschnittstudie getestet haben. Dazu untersuchten wir die langfristige Wirksamkeit von Mediation in 303 eskalierten zivilrechtli-chen Streitigkeiten sehr unterschiedlicher Art. Unsere Hauptergebnisse deuten darauf hin, dass es langfristige Auswirkungen von antezedenten Strukturqualitäten wie der Qualifikation des Mediators und den Persönlichkeitsmerkmalen der Teilnehmer sowie von Konfliktthemen, aber auch von Pro-zessqualitäten wie der Verhandlungsführung, der Erörterung aller Anliegen und Probleme und der Ehrlichkeit der Teilnehmer gibt. Ergebnisqualitäten der Vereinbarung hatten auch langfristige Aus-wirkungen auf Vertragstreue, Zeit- und Kosteneinsparung, Langzeitgerechtigkeit, Beziehungs- und Lebensqualität, Zufriedenheit und Konfliktkompetenz sowie die Einstellung der Parteien zur Medi-ation. Es folgen Überlegungen zur weiteren Forschung, Praxis und Ausbildung.Item Methodologie integrativer Analyse, Modellierung und Management umweltwissenschaftlicher Daten für landschaftsökologische Forschung und Lehre am Beispiel der Exposition von Wäldern gegenüber atmosphärischen Stoffeinträgen und daraus resultierender Veränderungen der Ökosystemintegrität in Kombination mit dem Klimawandel(Universität Vechta, 2021-02) Nickel, Stefan Dr.-Ing.The cumulative habilitation thesis summarizes 23 articles on the exposure of forests to atmospheric heavy metal and nitrogen deposition and the resulting changes in ecosystem integrity linked to climate change. It comprises a complete research data management and is based on a synoptic systematization of studies that were presented and discussed at international conferences during the years 2014-2018 and published in international peer-reviewed journals. The UNECE European Moss Survey (EMS) of the ICP Vegetation (1990-2015) serves as a central reference framework for six articles on bioindication of atmospheric deposition in Germany. For the 2015 survey, the German biomonitoring network was reduced from 726 to 400 sites compared to the 2005 campaign. The restructured moss network 2015 is still harmonized with other environmental monitoring networks in Germany (ICP Forests, ICP Integrated Monitoring, Environmental Specimen Bank). Its restructuring took place without significant losses in the statistical validity of the measurement results compared to 2005. The results of the German contribution to the EMS 2015 reveal a clear, significant decline in the concentrations of mosses for most of the heavy metals (1990-2015), but not for nitrogen (2005-2015) and mercury (1995-2015, in six federal states). Four studies again demonstrate the suitability of ectohydric mosses as biomonitors for the atmospheric deposition of Cd and Pb (Norway, 1995-2005, Europe, 2010) as well as N and Cu (Europe, 2010). The spatial density of agricultural (As, Cd, Cr, Pb, N), forestral (Hg, Ni, V) and urban-industrial land use (Cu, Zn) within radii between 75 and 100 km around the moss sampling sites, distance to emission sources (As, Ni), precipitation (As, Cd, V), and altitude (As, Pb, Hg, V) were detected as major factors influencing the element concentrations in mosses, in addition to the deposition rate. Similarly, there are significant statistical correlations between heavy metal concentrations in the uppermost 3 cm of the natural surface soil (Norway) and respective atmospheric heavy metal deposition (Cd, Hg, Pb), the spatial density of urban-industrial land use within 5 km radius around the sampling point (Hg), precipitation (Hg) and orographic altitude (Cd). The concentrations of Cd and Pb in the natural surface soil reveal similar correlations with the deposition compared to the heavy metal concentrations in mosses. The correlation behavior of moss with respect to atmospheric deposition (Europe) is clearly element-, and respectively, ecoregion-specific. For Cu, the magnitude of these correlations depends on land uses within smaller radii around the moss sampling sites (<5 km), and for As, Cr, Hg, Pb and V those within larger radii (75-100 km) are of importance. The findings of a seventh study on the German Moss Survey 2015 point to the moss sampling area's Leaf Area Index (LAI) as a strong indicator of the canopy drip effect on element concentrations in moss samples. Quantifications of the statistical relationships between the ratios of elemental concentrations of adjacent sampling sites on the one hand and the corresponding leaf area indices on the other hand allow transformations of the element concentrations in mosses to certain standardized vegetation structures (grassland, deciduous forest, coniferous forest, etc.). If spatially representative information on the vegetation structure at the moss sampling points is available, a regionalization of element concentration in mosses for predefined land use classes is feasible, as shown for Cu, Pb, and N by the example of Germany. The integrative analysis of atmospheric heavy metal exposure of terrestrial ecosystems using biomonitoring and modeling is the subject of six other articles of this thesis. Accordingly, in the European Monitoring and Evaluation Programme (EMEP / MSC East Model, 2005, 2007-2011), 10 to 20% higher Cd depositions and 50 to 230% higher Pb depositions were calculated in Germany compared to estimations made with the chemical transport model LOTOS EUROS (LE). Deviations between the spatial patterns of heavy metal concentrations in mosses in Germany and the depositions calculated with LE give a clear signal for underestimates by the modeled deposition of As in Saxony and Cr in Mecklenburg- West Pomerania as well as overestimation of V deposition in the coastal areas of the North and Methodologie integrativer Analyse, Modellierung und Management umweltwissenschaftlicher Daten VI Baltic Seas. Comparisons between the declining trends in atmospheric Cd and Pb deposition (1998- 2013) calculated by use of the EMEP / MSC East model and the corresponding concentrations in leafs and needles of the German Environmental Specimen Bank revealed the highest correlations in the needles of the Spruce (Picea abies) in comparison to beech (Fagus sylvatica)and poplar (Populus nigra, Italica'), whereby significant trends were only apparent from observation periods of 10 to 12 years. Using the example of Germany, six further studies document the development of a spatially explicit methodology for assessing the integrity of forest ecosystems under the influence of atmospheric deposition of nitrogen in combination with climate change. The concept is based on vegetation data and information on chemical and physical soil properties from a vegetation database kept by the Institute of Forestry Eberswalde with currently about 21,600 sampling sites (as of 2013) as well as data on climate change and atmospheric nitrogen deposition. The central reference is a classification system for forest ecosystems in Germany with up to now 60 ecosystem types whose internal homogeneity is based on the typification of essential features of the ecological structures, factors and processes. The methodology is based on 14 indicators for six ecosystem functions and 60 ecosystem-type specific reference states, which have been defined as a reference system for ecosystem integrity assessments by use of data from the years 1961-1990. The studies also document results of mapping ecosystem types and their validation at the national and regional level (Germany, Kellerwald-Edersee National Park (Hesse)), predictive mapping of changes of their Germany-wide distribution under climate change (1961-2070), site-specific dynamic modeling of future developments of key nutrient and water flux indicators (1961-2070), fuzzy rule-based modeling of soil moisture in spatial and temporal differentiation (Germany, Kellerwald, 1961-2070) as well as a rule-based method for comparisons with the reference state and assessments of ecosystem integrity under the influence of climate change and nitrogen deposition.Item English for Social Work: A bilingual terminology handbook(Universität Vechta, 2018) Frampton, Magnus; Ibrahim, Rawan W. Dr.; Al-Samaraee, Lina; Al Makhamreh, Sahar Dr.The reference book “English for Social Work: A bilingual terminology handbook” has been developed collaboratively by the University of Vechta, Germany and the German Jordanian University (GJU), Jordan. The project forms part of the partnership activities between the two Universities and aims to meet the specific learning needs of an Arabic-speaking target group. The development of this reference book was made possible through the project ‘New Perspectives through Academic Education and Training for young Syrians and Jordanians (JOSY)’. The Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH is implementing this project, which was commissioned by the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ). The book project is part of the wider JOSY project and supports the master degree programme, ‘Social Work for Migration and Refugees’ at the German Jordanian University (GJU). This English for specific purposes language-learning resource will be a key part of the teaching materials for this course. It aims to meet the demand for such resources from Jordanian and Syrian students wishing to improve their social work English language skills. Free access to this teaching and learning resource as an open access publication has been part of this project concept since its inception. As such it will be available to interested universities, specialist institutes, NGOs, GIZ projects and students. In this way, the content of the work can be disseminated in the whole of the Arabic-speaking world. This work is an adapted, extended, and translated version of the German-English book by Magnus Frampton, Fachenglisch für die Soziale Arbeit, Weinheim (Beltz Juventa) 2013, 20172; ISBN: 978-3-7799-3625-1 We would like to thank Beltz Juventa for their kind permission to reproduce the appropriate passages from this original text.Item Abschätzung großräumiger Wirkungen des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen als Beitrag für ökologische Risikoanalysen(Universität Vechta, 2016) Schmidt, Gunther Dr. habil.; Schröder, Winfried Prof. Dr.; Breckling, Broder PD Dr.; Bill, Ralf Prof. Dr.-Ing.; Zölitz, Reinhard Prof. Dr.; Schiewe, Jochen Prof. Dr.Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit möglichen Folgen eines Anbaus von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der Landwirtschaft (Grüne Gentechnik). Anders als bei der konventionellen Pflanzenzüchtung werden Kulturpflanzen Eigenschaften übertragen, die auf natürlichem Weg nicht möglich wären. Hierzu zählen Unempfindlichkeiten gegenüber bestimmten Pflanzenschutzmitteln oder die Resistenz gegenüber Fraßschädlingen wie dem Maiszünsler. Da die gentechnisch veränderten Konstrukte – anders als bei medizinischen oder technischen Anwendungen – im Zuge der landwirtschaftlichen Produktion in offene, natürliche Systeme verbracht werden, gibt es besondere Anforderungen an die Risikoanalyse im Rahmen des Zulassungsverfahrens. Erst nach umfangreichen Untersuchungen zu möglichen Auswirkungen eines flächenhaften Anbaus eines spezifischen GVO darf dieser in den Verkehr gebracht werden. Entsprechende Bestimmungen sind EU-weit in einer entsprechenden Freisetzungsrichtlinie formuliert. Die Arbeit beleuchtet hierbei ein bislang eher vernachlässigter Aspekt des Anbaus von GVO, nämlich die landschaftsökologische Analyse, ob und wie unterschiedlich strukturierte regionale Anbausituationen die Ausbreitung von GVO und damit das Auftreten unerwünschter Effekte im Sinne einer landwirtschaftlichen Koexistenz, der Wahlfreiheit des Konsumenten sowie einer Beeinträchtigung des Naturhaushalts bedingen. Die mit Hilfe von Ausbreitungsmodellen, Geographischen Informationssystemen sowie geostatistischen Verfahren gewonnenen Ergebnisse haben u.a. gezeigt, dass die gesetzlichen Regelungen, die Mindestabstände von 150 m zu konventionellen Äckern und von 300 m zu ökologisch bewirtschafteten Maisfeldern vorschreiben, nicht immer greifen. Gerade für kleinräumige Agrarstrukturen, wie sie etwa für Schleswig-Holstein oder Niedersachsen charakteristisch sind, sind sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht sachgemäß zielführend. So würde bei bestimmten räumlichen Anbaukonstellationen selbst bei einem Sicherheitsabstand von 300 m noch ein erheblicher Anteil konventioneller Maisfelder durch eine Einkreuzung von GV-Mais oberhalb der Kennzeichnungsschwelle von 0,9 % gefährdet sein. Würden dagegen zur Sicherung der Koexistenz größere Sicherheitsabstände eingeführt, käme es in einigen besonders intensiv bewirtschafteten Agrarräumen zu Problemen in der freien Wahl des Anbausystems, da entsprechende Entscheidungen aufgrund der komplexen Nachbarschaftsverhältnisse nur noch mit erheblichem Abstimmungsaufwand getroffen werden könnten. Daneben wurde deutlich, dass für eine umfassende Risikobewertung auch sozio-ökonomische Aspekte (z.B. der gesamtgesellschaftliche Nutzen) berücksichtigt werden sollten. Und schließlich ist es erforderlich, dass die mit den Zulassungsanträgen vorzulegenden Forschungsdaten frei zugänglich gemacht werden, um eine Überprüfung durch unabhängige Wissenschaftlicher zu ermöglichen.