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Recent Submissions
Vertrauen und Misstrauen in einer krisengeschüttelten Gesellschaft
(Universität Vechta, 2026) Schweer, Martin K. W. Prof. Dr.; Alkewitz, Daniela; Dammann, Patricia; Friederich, Yvonne; Haverland, Franziska; Ruholl, Eva; Siebertz-Reckzeh, Karin Dr.in; Ziro, Philipp
Der Forschungsbericht des Zentrums für Vertrauensforschung präsentiert erste Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung zum Vertrauen und Misstrauen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Handlungsbereichen in Deutschland. Auf Basis einer Stichprobe von N = 1051 wurden allgemeine Tendenzen des Vertrauens- und Misstrauenerlebens, Vertrauen und Misstrauen in Abhängigkeitsverhältnissen, Gottvertrauen, Vertrauen im Kontext der Wissenschaft, Vertrauen und Medien, Vertrauen im Kontext technologischer Innovationen und Künstlicher Intelligenz sowie das Einsamkeitserleben erfasst. Zentrale Befunde werden für jedes der Handlungsfelder einzeln dargestellt und diskutiert. Der Bericht liefert differenzierte empirische Einblicke in die Bedingungen und Ausprägungen von Vertrauen und Misstrauen in einer durch Unsicherheit und gesellschaftliche Transformationsprozesse geprägten Gegenwart.
Versorgungsepidemiologische Analysen der Folgen der demografischen Alterung für die Gesundheitsversorgung in Deutschland
(Universität Vechta, 2026) Nowossadeck, Enno; Teti, Andrea Prof. Dr.; Doblhammer, Gabriele Prof. Dr.
Die Zukunft ist offen. Gesellschaftliche Entwicklungen – auch im Bereich der Gesundheitsversorgung – lassen sich nicht exakt vorhersagen. Mit diesem Problem der Unsicherheit ist jeglicher Versuch der Vorhersage, der Projektion von Prozessen auch im Bereich der Gesundheitsversorgung konfrontiert. Gleichwohl lohnt sich das Nachdenken über die Zukunft, auch und vor allem, um künftige Herausforderungen zu identifizieren. Erfolgversprechend ist dabei ein analytischer Ansatz, der Unsicherheiten berücksichtigt und statt punktgenauer Prognosen mit Szenarien („What if“) sowie der Projektion von Strukturen arbeitet. Die vorliegende Arbeit, die im Bereich der Wissenschaftsdisziplin Health Demography angesiedelt ist, setzt diese Ansätze für die Projektion der Inanspruchnahme von zwei Sektoren der Gesundheitsversorgung um, und zwar für die stationäre Versorgung und für die medizinische Rehabilitation. Projektionen lassen sich mittels mathematischer Modelle erstellen, in denen empirisch beobachtete Trends in die Zukunft fortgeschrieben werden. Diese Modelle erlauben es, mehrere Sachverhalte zu berücksichtigen. Ein erster Sachverhalt ist die demografische Entwicklung. Weil die Inanspruchnahme der genannten Sektoren der Gesundheitsversorgung einen Altersgradienten aufweist, ist angesichts der demografischen Alterung, der sich Deutschland ausgesetzt sieht, eine wachsende Inanspruchnahme zu erwarten. Ein zweiter Sachverhalt ist die Berücksichtigung versorgungsepidemiologischer Trends, hier der Inanspruchnahme der stationären Versorgung und der medizinischen Rehabilitation. Ein essentielles Problem ist die Datenverfügbarkeit. Die vorliegende kumulative Promotionsarbeit ist so aufgebaut, dass für die berücksichtigten Sektoren zunächst die versorgungsepidemiologischen Trends der Inanspruchnahme analysiert wurden. Im Ergebnis konnten für die stationäre Versorgung Modellparameter ermittelt werden, die in einer dynamisierten Projektion genutzt wurden (Publikation 1). Für die medizinische Rehabilitation war die Datenverfügbarkeit so eingeschränkt, dass eine Status-quo-Projektion zur Anwendung kam (Publikation 3). Für die stationäre Versorgung kamen 12 Szenarien zum Einsatz, jeweils sechs für Frauen und sechs für Männer. Diese entstanden aus der Kombination von drei Varianten für die künftige demografische Entwicklung und zwei Varianten mit unterschiedlichen Annahmen für die Entwicklung der Inanspruchnahmeraten und der mittleren Dauer der Krankenhausaufenthalte (Publikation 2). Die Ergebnisse zeigen, dass die demografische Alterung ein moderater, aber nachhaltiger langfristiger Treiber der Entwicklung ist. Die Effekte der Alterung resultieren in erster Linie aus ihrem über Jahre und Jahrzehnte anhaltenden Wirken. Das nachhaltige Wirken des demografischen Wandels erfordert nicht nur einmalige Interventionen, die dann eben „nur“ einen einmaligen Effekt haben, sondern Maßnahmen, deren Wirkung sich dauerhaft entfaltet. Dies sind unter anderem Maßnahmen der Prävention, und zwar der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention. Ein weiteres Ergebnis ist, dass sich die Altersstruktur der Patientinnen und Patienten in der stationären Versorgung verschieben wird. Der Anteil Hochaltriger wird deutlich zunehmen. Für den Bereich der medizinischen Rehabilitation wurde aufgrund der eingeschränkten Datenverfügbarkeit geschlussfolgert, dass keine dynamisierten Projektionen möglich sind. Vielmehr wurden zwei getrennte Projektionen für die beiden Leistungsträger Deutsche Rentenversicherung (DRV) und Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) vorgenommen (Publikation 4). Mit diesen wurden unterschiedliche künftige Entwicklungspfade aufgezeigt, die rein demografisch bedingt sind. Die demografische Alterung hat starke fallzahlerhöhende Effekte für die medizinische Rehabilitation im Bereich der GKV. Zudem wird die Rehabilitation Älterer und vor allem Hochaltriger an Bedeutung gewinnen. Im Bereich der DRV werden sich ausweislich der Projektionsergebnisse die Fallzahlen nur unwesentlich verändern. Probleme können sich hingegen aus der Existenz der Reha-Budget-Obergrenze und hier insbesondere aus dem diesbezüglichen demografischen Faktor ergeben. Insgesamt zeigt sich, dass die Fallzahlen von älteren und hochaltrigen Menschen in beiden Versorgungsbereichen ansteigen werden. Damit verbunden sind komplexe Versorgungsbedarfe, etwa durch Multimorbidität, Demenz oder Frailty sowie Anforderungen an geriatrische Versorgung und Rehabilitation. Die eher moderaten Auswirkungen der demografischen Alterung sollten kein Grund für abwartendes Verhalten sein: die Effekte kumulieren über die Zeit. Darüber hinaus ist für die Zeit ab Mitte der 2020er Jahre eine Beschleunigung der demografischen Alterung zu erwarten, die die Effekte verstärken werden.
Dienstanweisung für die Innenrevision der Universität Vechta : Erste Änderung, Neubekanntmachung
(Universität Vechta, 2026-04-16) Universität Vechta
Exploring micro-level perspectives: the role of individuals in socio-technical transitions
(Universität Vechta, 2025) Dettmer, Marlene; Lin-Hi, Nick Prof. Dr.; Eisenkopf, Gerald Prof. Dr.
Technological advancements are continuously reshaping the trajectories of how we live, work, and connect with each other. The emergence of novel technologies induces transitions towards new socio-technical systems, challenging established logics, practices, and institutional frameworks. As socio-technical transitions unfold, they are largely determined by individual actors within the systems undergoing change. While this pivotal role of individuals is generally acknowledged in research, studies often overlook individual-level perspectives, resulting in a limited comprehension of how individuals actively shape the course of transitions. In order to advance on this issue, the present dissertation explores micro-level perspectives by analyzing individual perceptions and reactions across socio-technical transitions involving a diverse set of actors, contents, and contexts. By applying a socio-psychological lens and addressing prevalent methodological shortcomings, it broadens the theoretical perspective of micro-level research on socio-technical transitions and thereby contributes to a more nuanced understanding of the mechanisms that shape attitudinal, intentional and behavioral outcomes. In doing so, this research identifies existing impediments to change and aims to inform strategic organizational responses that facilitate the successful management of socio-technical transitions.
The journey to sustainable logistics
(Universität Vechta, 2026) Lauenstein, Sören; Born, Karl Martin Prof. Dr.; Schank, Christoph Prof. Dr.
Decentralised and globally operating organisations that engage in both urban and rural environments encounter the complex challenge of uniformly developing and implementing sustainability initiatives across these diverse spaces. Addressing this challenge necessitates a coherent strategic alignment, underpinned by a comprehensive narrative. This serves as a framework for the global and regional management of an organisation, as different regions may be characterized by different economic and cultural requirements. Such a narrative is instrumental in mitigating the risk of organisational islands while simultaneously enabling the formulation of region-specific strategies. To achieve this, it is imperative to foster robust communication and collaboration between decentralised and central organisational units, ensuring that overarching organisational objectives are harmonized with regional requirements. The effective integration of these units cultivates a shared understanding of the organisation's broader goals and minimizes the potential for fragmentation into island units. These challenges can be illustrated particularly well in the logistics sector. Global supply chains, from product manufacture to the end customer, pass through many stages and are therefore faced with different technological, cultural and organisational challenges. In the absence of a cohesive sustainability strategy, decentralised organisations are at significant risk of devolving into independently functioning islands. Similar challenges are faced by transnational organisations in particular, as the balance between global integration and local adaptation is often insufficiently guaranteed. This problem also affects the organisation examined as an example, whose structure and challenges reflect typical characteristics of transnational organisations and require a targeted strategic orientation. As an outcome, maintaining effective communication across management, departments, and employees is critical to establishing a unified understanding of objectives, priorities, and the pathways to achieve them.
The lack of empirical evidence often makes well-founded decisions difficult, with subjective assessments playing a dominant role. In addition, external influences, such as the EU taxonomy, further increase the complexity of decision-making by placing additional demands on transparency and sustainability. This dissertation addresses the complex challenges faced by decentralised and global organisations operating in urban and rural areas, particularly in the development and unified implementation of sustainability initiatives. To explore these challenges, the dissertation utilizes a mixed-method approach that includes a systematic literature review, two qualitative empirical analyses and a conceptual framework. The qualitative analyses were conducted in collaboration with a global logistics organisation that is undergoing a transformation process to systematically integrate sustainability into its profit centres.
The first analysis, which is a literature review, examines what technological solutions exist for road logistics in urban areas that do not fit into the traditional CEP (courier, express and parcel) framework. The results show that the existing literature focuses predominantly on urban CEP logistics, while detailed studies on general cargo or groupage logistics are largely lacking. The second analysis, a qualitative empirical analysis, examines how corporate structures need to be restructured in order to integrate the concept of sustainability into a profit-oriented organisation, taking into account organisational islands in the introduction of new technologies. It also analyses which variables are necessary to accommodate different regions. The results show that a basic narrative must first be established in order to operationalize sustainability issues across the supply chain. In addition, it must be ensured that the variables are not weighted differently within the organisation and interpreted by management and that the different variables are taken into account when scaling in the respective regions. The third analysis and the second qualitative empirical approach examines the different interpretations of sustainability in international freight transportation between Germany and Turkey. The results show that cultural differences and knowledge management are very different within an organisation comprising different units. These organisational islands and cultural differences require different approaches to explain and integrate sustainability in order to promote employee acceptance and address regional challenges more effectively. The fourth and conceptual analysis explores how technological connections can support the standardisation of sustainability within a supply chain by integrating key performance indicators for reporting and standardisation of measures. This approach should work across organisations and map various spatial differences with clear metrics that allow management to evaluate along the supply chain.
