Umweltschutz in der internationalen Seeschifffahrt: Die Rolle der Besatzung - eine qualitative Analyse

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dc.contributor.advisor Onnen, Corinna Professorin Dr.in
dc.contributor.author Krumholz, Konstantin Karl
dc.date.accessioned 2023-05-02T08:02:03Z
dc.date.available 2023-05-02T08:02:03Z
dc.date.issued 2023-04-28
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/21.11106/444
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.23660/voado-376
dc.description.abstract Die am 31. Dezember 1988 in Kraft getretene Anlage V des Internationalen Übereinkommens zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe (MARPOL-Übereinkommen) verbietet das Entsorgen von Plastik in den Ozeanen. Die Anlage V des MARPOL-Überein-kommens wurde von mehr als 150 Nationen ratifiziert. Studien aus den Jahren 2018 und 2019 belegen, dass trotz des Verbotes nach wie vor Plastikmüll von den Besatzungen der Schiffe in den Ozeanen entsorgt wird. Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) konstatiert, dass der meiste gefundene Müll in bestimmten Regionen von vorbeifahrenden Schiffen stammt. Um die Ursachen für das menschliche Handeln zu ergründen und Lösungen für die Problematik zu finden, wurden zweiundzwanzig leitfadengestützte Interviews geführt. Die Auswertung der Interviews erfolgte unter Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring, indem ein induktives Kategoriensystem erstellt und analysiert wurde. Die Entsorgung von neunzehn verschiedenen Müllarten wurde durch die Interviewten beobachtet. Die zwei zentralen Probleme sind der nicht vorhandene Stauraum für Müll an Bord und die Tatsache, dass es Häfen gibt, in denen die Abgabe von Müll sehr teuer oder nicht möglich ist. Unter den Seeleuten herrscht Unverständnis über die in vielen Häfen nicht vorgenommene Mülltrennung des zuvor an Bord getrennten Mülls. Dieses Problem tritt nicht nur in Häfen von Entwicklungsländern, sondern auch in deutschen Häfen auf. Verschiedene Diskussionen lassen vermuten, dass finanzielle Anreize in Bezug auf die Müllentsorgung einen Lösungsansatz zur Müllvermeidung darstellen, was jedoch wissenschaftlich kaum zu belegen ist. Lösungsansätze werden vielmehr in einer Verbesserung der Akzeptanz der Besatzung, geeigneten Auffangeinrichtungen, einer unbürokratischen Entsorgung im Hafen, strengen unternehmensinternen Vorgaben, der Reduzierung der Verpackungen bei Anlieferungen im Hafen und in automatisch in den Hafengebühren inkludierten Entsorgungskosten gesehen. de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Vechta de_DE
dc.rights.uri https://voado.uni-vechta.de/page/Rechte_20170412 de_DE
dc.subject Seefahrt de_DE
dc.subject Umweltschutz de_DE
dc.subject Müll de_DE
dc.subject MARPOL-Übereinkommen de_DE
dc.subject.ddc DDC Sachgruppen::300 - Sozialwissenschaften de_DE
dc.title Umweltschutz in der internationalen Seeschifffahrt: Die Rolle der Besatzung - eine qualitative Analyse de_DE
dc.type DoctoralThesis de_DE
dcterms.dateAccepted 2023-04-28
dcterms.medium application/pdf de_DE
ubve.organisationseinheit Fakultät II:Sozialwissenschaften de_DE
thesis.level doctor de_DE
dc.contributor.referee Wand, Christoph Professor Dr.
ubve.dnb.pnr Krumholz, Konstantin; 1287814743
ubve.dnb.pnr Onnen, Corinna; 111234778
ubve.dnb.pnr Wand, Christoph; 129472379


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